Völlig erschöpft und nach erfolgloser Suche nach einem ambulanten Therapieplatz in meiner Heimatstadt hatte ich durch eine glückliche Fügung einen stationären Therapieplatz weit weg von daheim in einer Klinik bekommen, in der ich mir für einige Wochen eine vollständige Auszeit nahm. Eine Therapeutin dort beschrieb den Ort, an dem ich mich gerade emotional befinde als „Misthaufen“ …
Und ich muss zugeben: treffender hätte ich das selbst wirklich nicht beschreiben können. Gefühlt war ich sogar nicht nur im „Misthaufen“ meines Lebens, sondern mit dem Gesicht auf dem Boden liegend unter dem „Misthaufen“ angekommen.
Durch die wertvolle Hilfe und Unterstützung der Therapeuten konnte ich mich aber irgendwann wieder auf mich, das, was mich ausmacht und meine Werte besinnen, sodass ich mich mit neuer Kraft und starkem Willen aus dieser qualvollen und einschneidenden Zeit wieder aufrappeln konnte. Yoga und bewusstes Atmen waren mir hier ein sehr wichtiger Begleiter auf dem Weg zu mir und sind es immer noch. Insbesondere die Kraft meines Atems und die faszinierenden Erfahrungen, die ich mit bewusster Atemsteuerung gemacht habe, sind unbezahlbar.